SWIS - Senioren für Senioren in Dresdner Ortsteilen

SWIS ist Selbsthilfe für das Alt werden in gewohnter Umgebung und für dessen Mitgestaltung. SWIS unterstützt Eigenständigkeit, Selbstverantwortung, solidarische Eigenaktivität und Entscheidungsfähigkeit älterer Menschen für ihre Wohnform und das Gemeinwesen. Für ein Leben in Würde, Sicherheit, Handlungsfähigkeit und Geborgenheit.

Aktuelles

Nach der Sommerpause gehen wir beschwingt dem Herbst entgegen und laden Sie alle hiermit herzlich ein:

Mo.,13.06. 2016, 14 Uhr
Altgruna, Begegnungsstätte Fidelio, Papstdorfer Str. 25
Zum Thema:
Musik verbindet – auch in Gruna.

Mehr Informationen finden sie hier.

Forum „WOHNEN IM ALTER – angemessen, bezahlbar, nachbarschaftlich?“ fand am 30.01.2014 statt

Bericht (PDF)

„Und alleine kann man auch nicht bleiben.“

Oder:
Wie leben hochbegabte Menschen in Dresden heute

Auch Menschen über 80, 90 und älter leben in unserer Nachbarschaft; Sie haben eine Stimme und vor allem ein Recht auf ein würdevolles Alter, das ihrer Lebensleistung und ihrer Persönlichkeit gerecht wird. Mehr Informationen finden Sie hier.

Das Credo lautet:

Die Tätigkeit bei SWIS ist sozial engagierte Wohnbegleitung und auch ein Stück Lebensberatung und setzt vor allem auf Erfahrungswissen und Betroffenenkompetenz.

Und da können auch Sie mitmachen - konkrete Aufgabenfelder für Senioren bei SWIS 2011:

  1. Beteiligung an Beratung zu Wohnformen im Alter & Wohnumfeldgestaltung im Rahmen des Gesamtkonzepts im Trägerverbund mit der Stadtverwaltung
  2. Begleitung Ratsuchender im jeweiligen Stadtteil z.B. beim Besuch von Einrichtungen
  3. Aktivitäten für ein seniorenfreundliches Wohnumfeld in den Stadtteilen & Ortsämtern
  4. Öffentliche Veranstaltungen zum Wohnen im Alter, vom offenen SWIS-Monatstreff zu einem konkreten Thema, über BürgerForen bis hin zu ErzählCafés, Stadtteil- & Geschichtswerkstätten.
  5. Teilnahme an den und Mitgestaltung der o. g. SWIS-Monatstreffen.

Hintergrund & Projektziele

Auch im vorgerückten Alter möchten die meisten Menschen in ihrer vertrauten Umgebung wohnen bleiben – in „ihrer“ Wohnung, der gewohnten Nachbarschaft und dem bekannten Stadtteil. Den Alltag eigenständig gestalten zu können sollte eine Selbstverständlichkeit für alle sein. Aus diesem Wissen entstand im Rahmen eines Forums zum Wohnen im Alter mit 120 Teilnehmenden 2009 das SWIS-Projekt. Vor dem Hintergrund gelockerter familiärer Beziehungen ist eine stadtteilbezogene Begleitung durch Altersgefährten mehr als eine Ergänzung professioneller und kommerzieller Beratungs- und Dienstleistungsangebote.

Das Projektziel besteht also in der Verringerung der „Lücke“ zwischen professionellen Hilfe- und Beratungsangeboten und dem Selbstgestaltungsanspruch im Alter durch eigenaktive und bei SWIS vernetzte „Senioren-Vertrauensleute“. Diese kennen in „ihrem“ Stadtteil die Verhältnisse, die für das Wohnen im Alter bedeutsam sind und versuchen auf deren Verbesserung hinzuwirken. Sie werden so zu Ansprechpartnern, Begleitern, Vertrauenspersonen und „Fachleuten“ für das Wohnen im Alter in der Landeshauptstadt und deren Stadtteilen und Ortschaften. Sie informieren und unterstützen Ratsuchende und sensibilisieren die Öffentlichkeit und Beteiligte.
-> zum Faltblatt

Für wen ist das Projekt gemacht?

  1. Allen Älteren, deren Angehörigen und Freunden, die sich mit ihrer Wohnsituation befassen wollen bzw. müssen;
  2. Allen Älteren, deren Angehörigen und Freunden, die sich mit ihrer Wohnsituation befassen wollen bzw. müssen;) den Projektakteuren durch die fachliche Qualifizierung in diesem Themenfeld;
  3. Professionellen in der Stadtverwaltung und Altenhilfe beim respektvollen und biografiebewussten Umgang mit ihrer „Klientel“.

Projektinhalt

SeniorInnen unterstützen als „ExpertInnen in eigener Sache“ ihre Altersgefährten beim selbständigen Wohnen im Stadtteil sowie bei der selbstbestimmten Entscheidung für eine geeignete Wohnform. Sie bilden und festigen soziale und Nachbarschaftsnetzwerke in den Wohngebieten und nehmen Einfluss auf seniorenfreundliche Wohnumfeldbedingungen und Infrastrukturen im sozialen Nahraum.

Projektorganisation und –struktur

1. Kommunale Einbindung

in das Modellprojekt AKTIV IM ALTER (bis Ende 2010) und „ProWiA“ (Projekt Wohnen im Alter – seit 2011): Dabei handelt es sich um ein Dresdner Verbundprojekt zum Wohnen im Alter unter Federführung der Stadtverwaltung und ständigen Beteiligung freier Träger in der Regiegruppe des Gesamtprojektes. Wichtig für SWIS sind hier der Austausch und die begleitende Unterstützung Die Landeshauptstadt strebt perspektivisch den Ausbau zu einem Standardangebot von Senioren für Senioren zum WOHNEN IM ALTER an.

2. Interne Struktur

Zurzeit sind in den Stadtteilen Friedrichstadt, Wilsdruffer Vorstadt, Johannstadt, Blasewitz/Gruna, Pieschen/Trachau Vor-Ortgruppen von SWIS-Aktiven tätig, eine feste Kooperation gibt es zur BürgerInitiative Prohlis. Diese Gruppen arbeiten eigenständig entsprechend der Anfragen und Problemlagen in ihren Quartieren. Entscheidend sind dabei die durch SIGUS e. V. vorbereiteten und moderierten SWIS-MonatsTreffen - 15 derartige Konsultationen fanden in Seniorenbegegnungsstätten, Heimen, Nachbarschaftstreffs von Wohnungsgenossenschaften, dem Umweltzentrum (u.a. Standort des Tauschringes), einem Mieter- sowie Stadtteiltreff und dem Nachbarschaftsraum einer von Älteren in ihrem Quartier aufgebauten Bürger-Initiative statt. Das Kennenlernen dieser Einrichtungen und der Austausch untereinander in der Gesamtgruppe waren ein wichtiges (Selbst-)Bildungselement bei SWIS. Die Aktiven erhalten so Einblicke in die Vielfalt soziokultureller Angebote und Gestaltungsmöglichkeiten und Wohnformen im Alter in „ihrer“ Stadt.

Ergebnisse

Zu unterschiedlichen Wohnformen - in der gewohnten Umgebung, im Heim, gemeinschaftliches Wohnen im Alter und im Generationenverbund - wurden 2010 drei öffentliche Foren mit insgesamt ca. 80 Teilnehmen-den organisiert und innerhalb der Seniorenwoche der Stadtverwaltung Anfang Mai sowie am 9. 6. durchgeführt. In einem Workshop zum Wohnen stellten sich SWIS-Aktive am 06.05.2010 im Rathaus der Öffentlichkeit vor.

Neben dieser Vernetzungs- und Bildungsarbeit und dem Austausch auf Stadtebene konzentrierten wir uns von Anfang an auf den oben skizzierten Aufbau von Stadtteilteams, die sich an der Dresdner Ortsamtsstruktur ausrichteten. Inzwischen entstanden in den Stadtteilen die folgenden Materialien

  • Bild-Text-Dokumentationen zum Wohnen in der Friedrichstadt und in Langebrück
  • Video-Dokumentationen zum Wohnumfeld in Trachau und zum altersgerechten Wohnen in der Prager Zeile
  • Ein „Stolper-Atlas“ für Blasewitz sowie
  • kontinuierliche Aktivitäten zur Verbesserung der Lebensverhältnisse im Jägerpark im Anschluss an eine Quartiersbegehung am 29.03.2010.

Am 15.03.2011 diskutierte der Ortsbeirat Pieschen und am 23.03.2011 der Ortsbeirat Blasewitz die SWIS-Recherchen und fasste weiterführende Beschlüsse zum Wohnumfeld und den Mobilitätschancen für Ältere im ÖPNV. Am 07.03.2011 fand ein gemeinsamer Rundgang durch Trachau mit Stadtentwicklungsbürgermeister Marx statt, in dessen Anschluss konkrete Maßnahmen fixiert wurden. Dazu berichtete auch die SÄCHSISCHE ZEITUNG am 08.04.2011.
Schließlich präsentierte SWIS die Gesamtschau des Geleisteten am 30.03.2011 auf dem BürgerRatschlag zum Wohnen im Alter vor 150 Interessierten in der JohannstadtHalle. Im Ergebnis einer kontinuierlichen Zusammenarbeit mit der AG Wohnen des Dresdner Seniorenbeirates wurde dieses Forum als Dialog zwischen Stadtverwaltung und SeniorInnen zum Wohnen im Alter gemeinsam mit dem Seniorenbeirat organisiert.

Weitere vergangene SWIS-Monatstreffen:

04. Juni 2012, "Treff am Waldschlösschen", Radeberger Straße
Für seniorenfreundliche Verkehrsbedingungen in Dresden - gemeinsam mit Vertretern des Fahrgastbeirates der DVB.
Der Ort war insofern nicht zufällig gewählt, als es ja auch um eine Anbindung des Jägerparks an den ÖPNV der Landeshauptstadt geht. Dazu luden wir Senioren und Interessierte aus dem unmittelbaren Umfeld im Stadtteil ein, Vertreter des Neustädter Ortsbeirates sowie des Seniorenbeirates der Landeshauptstadt.
Bereits 2010 wurde im Ergebnis eines Rundgangs von SWIS-Aktiven mit Vertretern des Seniorenbeirates und der Stadtverwaltung im und um den Jägerpark erheblicher Handlungsbedarf hinsichtlich der Fußwege und der Anbindung des Wohngebiets an den Stadtteil und das Netz des ÖPNV ermittelt. In den letzten beiden Jahren hatte sich hier wenig verbessert, oder?

24.09.2012, DRK-Seniorentreff IMPULS, Bürgerstr. 6 in Pieschen, Thema Altersdiskriminierung, Teil 1

29.10.2012, DRK-Seniorentreff IMPULS, Bürgerstr. 6 in Pieschen, Fortsetzung: Altersdiskriminierung

25. 03.2012, Johannstadthalle, Holbeinstraße 68
In der Johannstadthalle wurde an einem Projekt „Zukunft braucht Herkunft“ gearbeitet. 2012 wurde die Dauerausstellung „WohnKultur – wohnen und Leben seit 1945“ eröffnet, wir erhielten eine Führung durch diese Ausstellung mit Valentin Steinhäuser.

Erzähl Cafe Leben in Gruna

Regelmäßig seit drei Jahren treffen wir uns hier - lesen sie Mehr Informationen finden Sie hier.

Perspektive

Mit der Ideenkonferenz der Stadtverwaltung am 03.12.2010 endete die Inkubations- & Findungsphase; Sie trug Modellcharakter durch das hohe Maß an Selbstorganisation Betroffener und deren Vernetzung mit der professionellen Altenhilfe. Bis hierher haben die ehrenamtlichen MitarbeiterInnen die kommunalen, parlamentarischen und fachlichen Strukturen kennen gelernt und sind mit einigen Wohnumfeldrecherchen bereits in die Öffentlichkeit getreten. Diese beziehen sich stets auf einen konkreten Stadtteil, in dem sie sich nunmehr als SeniorVertrauensleute mit Beratungs- und Begleithilfen etablieren.

2011 sind sie mithin als SWIS-Vertrauensleute in je einem Stadtteil zu Fragen des WOHNENS IM ALTER AnsprechpartnerInnen für ihre AltersgefährtInnen, deren Angehörige und Freunde sowie für Akteure, die in diesem Handlungs- und Geschäftsfeld tätig sind.
Als AnsprechpartnerInnen zum WOHNEN IM ALTER übernehmen sie auch Vernetzungsaufgaben im Stadtteil inkl. Kontaktpflege und Öffentlichkeitsarbeit.
Hier bringen sie sich regelmäßig und inzwischen anerkannt in den Fachgremien Alltenhilfe in den Ortsämtern ein.

Neben dem Erstellen einer DVD „SENIORENFREUNDLICHES WOHNEN IN DRESDEN“, die aus bei SWIS erarbeiteten Beiträgen zusammen gestellt und veröffentlicht wird, sollen 2011 auch thematische Einzel- und Weiterbildungsveranstaltungen angeboten werden wie bspw. zur Verkehrssicherheit im Wohnumfeld Älterer, zu Gemeinwesenarbeit oder Mediation und anderen Konfliktlösungsmethoden.

In den Ortsämtern Altstadt und Blasewitz werden seit 2011 regelmäßige Beratungstermine zum Wohnen im Alter mit moderierten ErzählCafés verknüpft, um ein breiteres Publikum ansprechen und – als „Zeitzeugen“ – in die Gestaltung des Wohnumfeldes einzubeziehen. ErzählCafés sind im Umweltzentrum und dem „Fidelio“/Gruna inzwischen sehr gut angenommen.
Und schließlich wird auch ein Gesprächs- und Literaturkreis zu WOHNERFAHRUNGEN & -WÜNSCHEN IM ALTER bei der SeniorenAkademie Dresden im Herbstsemester gehören.
In Zukunft muss es noch mehr als bisher gelingen, Akteure am Wohnungsmarkt in das Verbundprojekt verbindlich einzubeziehen und ein ressortübergreifendes Handeln der verschiedenen Geschäftsbereiche der Stadtverwaltung zu unterstützen.

SWIS-Informationsmaterial & Publikationen

  • Protokoll des städtischen Forums zum Wohnen im Alter v. 28.10.2009
  • Bild.-Text-Dokumentation zur Dresdner Friedrichstadt, aus Anlaß der Seniorenkonferenz 2010
  • DVD-Dokumentation zum Stadtteilrundgang in Dresden-Trachau am 13.08.2010
  • Blasewitzer StolperAtlas
  • Einladung zum gemeinsam mit dem Seniorenbeirat der Landeshauptstadt am 30.03.2011 durchgeführten BürgerRatschlag zu „WOHNEN IM ALTER – bezahlbar, angemessen, nachbarschaftlich“ Abschlussbericht (PDF)