Grunaer Bürger- und ErzählCafé WOHNEN IN GRUNA

Liebe MitgestalterInnen eines freundlichen und gutnachbarschaftlichen Stadtteils, „Wege, die in die Zukunft führen, liegen nie als Wege vor uns. Sie werden zu Wegen erst dadurch, dass man sie geht“, schrieb Franz Kafka und wir laden Sie ein, sich an der von Grunaer BewohnerInnen am 15.12.2017 gegründeten Interessengemeinschaft „In Gruna Leben“ zu beteiligen. Mit unseren herzlichsten Wünschen für ein gelingendes und gesundes Jahr hoffen wir darauf, gemeinsam mit Ihnen 2018 unterwegs zu sein. Gelegenheit dazu bietet bereits das erste ErzählCafé des neuen Jahres:

Mo., 08.01.2018, 14 Uhr in Altgruna, Begegnungsstätte Fidelio, Papstdorfer Str. 25

Thema:
Wohnen in Demenzdörfern oder in demenzfreundlichen Kommunen? Reise in die nahe Zukunft mit einer Alltagsbegleiterin und einem Dokumentarfilm.

„Wege, die in die Zukunft führen“ wird uns als Motto durch alle Erzähl- und BürgerCafés 2018 begleiten und so rühren wir zu Jahresbeginn einen Wunschpunsch an, laden mit der Karte im Dateianhang zum 1. RepairCafé am 25.01., 17 Uhr ein und starten dann mit dem Januar-Thema.
Es war einmal • hieß es im Dezember und gleich im Januar: Es wird sein? Zum Beispiel die immer wieder diskutierte Frage der scheinbaren Zunahme dementieller Erkrankungen. „Bei aktuell geschätzten 1,6 Millionen demenzerkrankten Menschen in Deutschland überrascht es nicht, dass wir alle auf die eine oder andere Art mit dem Thema „Demenz“ in Berührung kommen, sei es beruflich, sei es im privaten Umfeld, sei es in der Begegnung im Quartier oder Wohnumfeld oder über die Medien“ formuliert das von Wohnungsgenossenschaften initiierte DemenzNetz Chemnitz seinen Ausgangspunkt.
Wenn wir jedoch anerkennen, dass Menschen mit Demenz nicht auf diese Erkrankung zu reduzieren sind, dann bieten möglicherweise auch Sonderwohnformen wie Heime oder ganze Demenzdörfer keine angemessene Versorgungs- und Lebensform für sie. „Wir wollen ein Gemeinwesen, in dem alle Verantwortung füreinander tragen und auch alle ungeachtet gesundheitlicher Einschränkungen einen anerkannten Platz finden können“, ist auf www.demenzfreundliche-kommune.de nachzulesen. Zerbricht dieser humanitäre Anspruch aber nicht an der Realität von effizienzorientierten Gesellschaften?
Es gibt keine einfachen Antworten, weshalb wir uns in diesem ErzählCafé einigen Aspekten anzunähern versuchen: Nachdem Frau Seiler-Wenzel von ihren Erfahrungen als Alltagsbegleiterin im Umgang mit Menschen mit Demenz berichtet, nähern wir uns der Frage „Wie im Stadtteil mit Demenz umgehen?“ und erwarten dazu VertreterInnen des Dresdner Pflegenetzes. Dabei geraten verschiedene Beispiele wie Wohngemeinschaften oder die auf der Dresdner Seniorenkonferenz 2017 diskutierten Demenzdörfer ins Blickfeld, bevor wir am Ende fragen, ob und wie demenzfreundliche Kommunen gelingen können. Es ist die Frage nach einem wertschätzenden Wohnumfeld, wo ich auch als alter, verwirrter Mensch anerkannt, akzeptiert und nicht nur geduldet bin und tragende Nachbarschafts- und soziale Netze finde •
Wer meint, das sei nicht ihr/sein Thema, sollte erkennen, wie sehr sie/er von menschenfreundlichen Nachbarschaften selber profitieren könnte. Allein schon das lohnt Ihr Kommen ins Grunaer ErzählCafé!

Vorschau auf das nächste ErzählCafé am 26.02.2018, 14 Uhr:
Achtung: Anderer Ort und Tag! Gemeindehaus der Ev.-Luth. Kirchgemeinde Dresden-Gruna, Bodenbacher Str. 24: Wohnt jedem Friedensschluss der nächste Krieg inne? Oder: Wie können wir Frieden machen, ohne neue Gewalt zu provozieren? Ein ErzählCafé zum menschlichen Vermögen, frieden zu schließen.

Jeden 2. Montag im Monat - Bürgercafé zum Wohnen in Gruna:

  • Bessere Information und Einbindung der hier Lebenden in kommunalpolitische Angelegenheiten, die Stadtteilplanung sowie bei Alltagsproblemen

  • Stärkung des bürgerschaftlichen Engagement und der Bürgerbeteiligung vor Ort

  • Pflege der Stadtteilgeschichte und Zeitzeugenarbeit.

Es laden ein:

SWIS (Senioren wohnen im Stadtteil) Blasewitz, Begegnungsstätte „Fidelio“ und Gudrun Böhmig/Peter Müller vom Seniorenbeirat der Landeshauptstadt Dresden. Die Teilnahme ist konstenfrei; Spenden helfen den Veranstaltern aber sehr.

Auch das nächste ErzählCafé findet im „Fidelio“ statt am 11.04. 2016, 14 Uhr.

Wir hoffen, Sie mit unseren Themen anzusprechen und freuen uns auf Ihr Kommen und gern auch auf Ihre Anregungen. Haben Sie andere Themen, Anstöße oder Erfreuliches im Stadtteil, was Sie mit anderen und uns teilen möchten?
Für Rückfragen stehe ich Ihnen im Namen der Veranstalter gern zur Verfügung.

Zunächst gleich zwei gute Nachrichten:

Zum einen haben sich verschiedene Institutionen, Gruppen und Personen zusammen gefunden, um erstmalig vom 01. Bis 18. Juni Nachbarschaftstage in Gruna mit einem „großen Gesang“ zu Beginn über ein Kinderfest und eine Zukunftswerkstatt mit Rundgängen durch verschiedene Stadtteile bis zum Brunnenfest ein vielfältiges Programm zu gestalten. Dazu sind schon heute Sie alle, bitte auch zum aktiven Mitmachen eingeladen. Gern leiten wir Ihre Anregungen und Angebote in die Vorbereitungsgruppe weiter.
Und: "Der Ortsbeirat Blasewitz hat in seiner letzten Sitzung unseren Antrag auf Einrichtung einer Mittelinsel mit großer Mehrheit zugestimmt und damit den Bedarf einer sicheren Fußgängerquerung in Gruna bestätigt", freut sich Kerstin Harzendorf, Stadträtin der Fraktion BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN. Der Ortsbeirat hat auch klargestellt, dass es sich um eine Busstrecke handelt und der Linksabbiegerverkehr nicht beeinträchtigt werden darf. "Dieses Ansinnen ist selbstverständlich bei den konkreten Planungen zu berücksichtigen, für deren Beginn - laut Information der Ortsamtsleiterin - bereits zeitnah ein Termin angesetzt wurde", ergänzt die Stadträtin. Und wir ergänzen, dass die Grundlage eine Begehung am 11.04.2016 war und es nun endlich umgesetzt wird. Wer also von Ihnen damals dabei war: Danke und das Gefühl, im eigenen Viertel etwas erreichen zu können!

Zu Vergangenen Erzählcafés.

Zu dem ErzählCafe

In den Grunaer Erzähl-Cafés der letzten Jahre konnten wir immer wieder erfahren, dass es genügend gute Gründe gibt, sich hier heimisch zu fühlen. Aber muss man sich deshalb gleich für diesen Stadtteil, mit seinen Nachbarn und für den sozialen Zusammenhalt einsetzen? Man muss nicht, aber man kann …

Es sind erstaunlich Viele, die Freunde, Nachbarn und Angehörige unterstützen, die für gemeinnützige Zwecke zum Beispiel in der Volkssolidarität, in Kirchgemeinden, bei Freien Bildungsträgern und in Bürgerinitiativen unterwegs sind oder als Laienkünstler Anderen Freude und Anregung bieten.

Warum Menschen das alles hier in Gruna tun, erfahren Sie in diesem CaféGespräch und vielleicht kommen Sie dabei auf den Geschmack, selbst etwas zu unternehmen

Apropos Geschmack: In angenehmer Café-Atmosphäre laden wir Sie zum besseren Kennenlernen engagierter Menschen und zum Austausch der Erfahrungen beim Einsatz für den Stadtteil ein.

Ab 2013 sind wir unter dem Dach des Bürger-Cafés an jedem 3. Montag im Monat für Sie ansprechbar und organisieren abwechselnd mit den Grunaer Erzähl-Cafés Bürgerforen zu kommunal- und sozialpolitischen Themen in unserem Stadtteil. Uns geht es um eine bessere Information und Einbindung der hier Lebenden in kommunal-politische Angelegenheiten, in die Stadtteilplanung sowie bei alltagspraktischen Fragen. Damit wollen wir das bürgerschaftliche Engagement und die Bürgerbeteiligung vor Ort stärken.

Als Initiatoren der BürgerCafés haben Herr Dieter Lorenz und Herr Peter Müller das Forum am 21. Januar dazu genutzt, gemeinsam mit Ihnen die nächsten Veranstaltungen zu beraten.

Eingebettet in das SWIS-Projekt werden in diesem ErzählCafé im traditionsreichen Dresdner Stadtteil Gruna Fragen des Wohnens und der Quartiersentwicklung auf der Grundlage des Wissens und der Lebenserfahrungen von älteren Menschen als „Zeitzeugen“ diskutiert, die nächsten Stadtteilrundgänge beraten und entsteht vielleicht auch ein Forum zur Geschichte dieses Ortsteils.

Was geschieht in einem ErzählCafé?

In ErzählCafés treffen sich Menschen unterschiedlichen Alters, um in moderierten Gesprächsrunden zu verschiedenen Themen ihre Erfahrungen, Erinnerungen, Hoffnungen, Ängste und Erwartungen auszutauschen. Meist geben TeilnehmerInnen, die einen besonders starken Bezug zum Thema haben, ein paar kurze Anregungen, bevor die Runde für alle geöffnet wird.
ErzählCafés bieten Menschen unterschiedlicher Generationen die Möglichkeit, mehr voneinander zu erfahren und so dem eigenen Leben neue Perspektiven und Horizonte zu eröffnen. Nicht alles muss selbst erlebt werden, wenn man sich den Erfahrungen der anderen öffnet…